Politik

Freikæmpfer

 
Schon länger mache ich mir Gedanken darüber, was denn eigentlich Basisdemokratie ist. Bitte Mithelfen & Definieren

http://freikaempfer.net/frage/formBD.php




Eigentlich wollte ich ja schon vor Wochen mal wieder was posten aber irgendwie hat das alles nicht so geklappt wie ich wollte. Egal, jetzt kommt ein neuer Post und der hats ein bischen in sich. Es handelt sich nämlich diesmal nicht um das gewohnte Ich-schreib-mal-was-und-reg-mich-auf-Gequatsche von mir. Diesmal habe ich eine mehrseitige Facharbeit zur World Trade Organisation(WTO) geschrieben. Reintext umfasst 16 Seiten, zusammen mit Titel, Inhalts- und Quellenverzeichnis kommt dieses Dokument auf 20 Seiten. Diese Facharbeit ist vielleicht nicht zu 100 Prozent frei von Fehlern oder ähnlichem, aber die Informationen und deren Richtigkeit ist ausreichend für eine erstinformation für junge Globalisierungskritiker_innen oder Schüler_innen oder einfach generell Leuten, die sich mal ein bischen über die WTO schlau machen wollen ohne lange rumzusuchen und die Wikipedia auch nicht gerne lesen.(Ok, ich habs getan. Sieht man am Quellenverzeichnis)

Genug geschrieben, hier ist die Facharbeit als PDF zum Download! (895 KB) Viel Spaß!


Am 03. November 2010 bekam ich eine E-Mail meines Blog-Systems. Zunächst war alles wie immer. Jemensch hatte ein Kommentar geschrieben das moderiert werden muss. Das Kommentar ist recht lang und der erste Satz war noch ganz okay. Es hat zwar rein gar nichts mit dem Artikel zu tun zu dem es gepostet wurde, greift aber ein Thema auf, das ich in diesem Artikel aufgriff. Aber soviel dazu, ich möchte Euch diesen Kommentar nicht vorenthalten. Persönlich finde ich ihn abstoßend!

Autor: Johste
E-Mail: Johannes_Stephan@gmx.de

Wenn Deutschland mit 80 Mio. Einwohnern in einigen Jahren nur noch 60 Mio. hat und die Entwicklung sich drastisch verschlechtert, kommen die einwandernden Ausländer den deutschen Politikern und Wirtschaftslobbyisten doch zur rechten Zeit, um billige Arbeitskräfte in Leiharbeit-Jobs zu bringen, da sie billiger und nicht so viele Rechte haben als normale Arbeiter. Zusätzlich kann der Staat so seine Haushaltslöcher und Renten besser finanzieren. Deutschland wird neoliberalistisch geführt, wie eine große professionelle Firma und gelenkt von der Macht der Wirtschaftslobbyisten, die nur eines wollen. Mehr Gewinn und Macht, um der Globalisierung stand zu halten, da die Konkurrenz rasant zunimmt. Die Banken haben nun, nach dem das Kind in den Brunnen gefallen war, endlich eine vorgeschriebene höhere Eigenkapital-Quote zur Rücksicherung, für den Fall der Fälle einer Krise, zu Tragen. Warum jetzt erst? Warum werden Einwanderungsbeschränkungen nicht vorher getroffen, bevor es eskaliert. Doch nur aus dem Grund, weil es sich für die Mächtigsten der EU-Staaten lohnt. Denn Geld regiert die Welt und wenn Staaten durch Zuwanderung von Ausländern sich nicht dagegen wehren, besteht "nur" ein wirtschaftliches Interesse, denn ein Kulturesses Interesse kann ich mir nicht so vorstellen. Doch ein Machtverhältnis der EU incl. Türkei ist eine Illusion von gewissen EU-Architekten, die eine Tür aufstoßen wollen, welche sehr gefährlich ist. Multikulti ist nicht von heute auf morgen möglich, alleine deshalb schon, weil unsere verschiedenen Kulturen sich seit über Tausend von Jahren weltweit missioniert und gegenseitig bekriegt haben. Amerika von den Christen, Asien von dem Islam und Afrika ist geteilt. Nun was geschieht, wenn sehr viele Moslems in Europa leben wollen? Sie haben Ihre eigene Kultur
und wollen sie behalten. Sie organisieren sich, bauen Minaretten und Moscheen, treten selbstbewust auf und wollen natürlich nicht nur Böses. Aber mit der Intensität und geballtem Interesse in Europa Fuß zu fassen ist nicht nur friedlich zu sehen. Denn die Geldgeber der Moscheen und Minaretten kommen u.a. aus Saudi-Arabien. Die wollen nicht nur Gutes. Wenn in jetziger Zeit der Kriege (z.B. im IRAK, Afghanistan, Pakistan, Kaukasus, Sudan, Nigeria, Jemen, Gaza, Algerien, Somalia, ...) die islamischen Einwanderer in Europa Unruhe stiften und vor Armut bzw. Verfolgung aus ihrer Heimat hier nach Europa kommen, entweder Illegal oder legal, baut sich hier zu Lande zu Recht Unmut auf. Und das nehmen unsere Politiker in Kauf, weil es sich rechnet.

Griechenland:
In Griechenland ist die Krise ganz groß. Hier unterstützen linsextremisten illegale Einwanderer. Es wird geschätzt (offizielle Zahlen werden nicht veröffentlicht), daß im einstigen Auswanderungsland Griechenland derzeit um die 1,5 Millionen Einwanderer leben – bei elf Millionen Einwohnern. Die Hälfte der Zuwanderer hat keine Aufenthaltserlaubnis, fast alle haben irgendwann die Grenzen ohne Genehmigung übertreten. Neben Albanern sind es vor allem Muslime aus Asien und Afrika. Athen entwickelt sich zu einem multikulturellen Pulverfaß / Beliebtes Ziel für illegale Einwanderer / Regierung bleibt untätig. Viele hatten gewarnt, daß die Gewaltausbrüche auf den Straßen der Hauptstadt nur ein Vorgeschmack des Aufruhrs seien. Der käme dann nicht von den vom sozialen Abstieg bedrohten Schülern und Studenten der Mittelklasse, sondern von den Tausenden von illegalen Einwanderern, die sich ohne Aufenthaltsgenehmigung und Arbeit im Stadtzentrum Athens aufhalten. Es war also kein Zufall, daß schon damals die Hälfte festgenommenen Radaubrüder Ausländer waren. Die linksautonome Internetseite Indymedia.org wird kostenlos auf dem Server des Polytechnion betrieben. Was im Ausland als „sozialer Protest“ dargestellt wird, ist meistens in Wahrheit von dort gesteuerter gewalttätiger Linksextremismus. Die illegalen Einwanderer paßten den Linksextremisten ins Konzept, doch sie sind gefährlicher als der manipulierte Schüler-Mob.
Zum politischen Sprachrohr der Unruhestifter und Zuwanderer scheint sich die aus linken und grünen Splittergruppen gebildete Koalition der Radikalen Linken (Syriza) aufschwingen zu wollen, die bei den Wahlen 2007 fünf Prozent und 14 Sitze im Parlament erringen konnte.

Frankreich:
In der Stadt Grenoble kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei hatte zuvor einen flüchtenden Kasinoräuber erschossen, der aus einer nordafrikanischen Einwandererfamilie stammte. Die von integrationsunwilligen Einwanderern der zweiten und dritten Generation initiierten Krawalle, in deren Verlauf auf die Sicherheitskräfte geschossen wurde, gerieten anfangs außer Kontrolle. Erst als Innenminister Brice Hartefeux 240 Polizisten zur Verstärkung schickte, war es der Exekutive möglich, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Als Reaktion darauf sollen in Zukunft straffällige Ausländer "aus Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit" leichter aus Frankreich ausgewiesen und in ihre Heimatländer abgeschoben werden können. Innerhalb der nächsten drei Monate will Präsident Nicolas Sarkozy zudem die Hälfte der 600 illegalen Roma-Siedlungen räumen lassen. Auch dieser Entscheidung gingen Krawalle voraus - in der Bretagne, wo ebenfalls ein mutmaßlich Krimineller auf der Flucht von der Polizei erschossen wurde.
Derartige Probleme, die sich nicht nur auf Frankreich beschränken, zeigen dass Millionen hauptsächlich muslimische Einwanderer nicht in die europäische Gesellschaften integriert werden können. Bereits im Jahr 2005 kam es in den Vororten von Paris zu tagelangen Ausschreitungen, in deren Verlauf Straßenzüge verwüstet wurden. Alleine an einem Tag wurden von meist aus Algerien stammenden Jugendlichen 900 Autos angezündet. Auslöser für die Gewalttaten war der Tod zweier Jugendlicher, die sich in einem Transformatorengebäude vor der Polizei versteckten und durch Stromschläge ums Leben kamen.

Russland:
aktuell.RU: Bauen die Radikalen ihre eigenen Strukturen in Tatarstan auf oder versuchen sie eher, den traditionellen Islam zu unterwandern?
Im Moment arbeiten sie intensiv daran, ihre Leute in die traditionelle Geistlichkeit einzuschleusen. Sie versuchen, unsere Imame für sich zu gewinnen, geben ihnen Geld und laden sie zur Weiterbildung nach Saudi-Arabien ein. Und hinterher versuchen sie, über solche Geistlichen ihre extremistischen Ideen zu verbreiten. Die finden leider auch in unserer Republik Anhänger. Vor einigen Jahren wurde eine Gaspipeline in Tatarstan gesprengt und in Nabereschnyje Tschelny wurde die Zeitung „Muwachit“ herausgegeben, die zu Intoleranz aufrief. Diese Probleme sind importiert, denn bei uns könnten solche totalitären Sekten von selbst nicht entstehen.

Deutschland:
Das Ausländerproblem ist in Wahrheit ein Moslemproblem
Wenn Sarrazin das Versagen des Politik-, Presse- und Wohlfahrtsbetriebs insbesondere am Ausländerproblem festmacht, das – wie überall – in Wahrheit ein Moslemproblem ist, dann deckt sich das mit den Alltagserfahrungen der überwältigenden Mehrheit der Bürger. Seine inkriminierten Formulierungen sind eingebettet in eine differenzierte und komplexe Argumentation. Sarrazin würdigt die Bildungserfolge der Vietnamesen, Chinesen, Inder, der Osteuropäer und Rußlanddeutschen, die einen höheren Abiturienten- und Studentenanteil aufwiesen als die Einheimischen.
Die Türken, Araber und bestimmte Ex-Jugoslawen aber legten in der Regel eine „aggressive und atavistische“ Mentalität an den Tag, deren Regenerierung vom deutschen Sozialsystem noch gefördert würde.
Die brisanteste Interview-Passage, die die Kampagne überhaupt erst ausgelöst haben dürfte, wird in vielen Pressemeldungen ausgespart. Darin berichtet Sarrazin über einen Türkei-Besuch 1978, bei dem ihm ein türkischer Staatssekretär stolz erläuterte, daß die Türkei die Bevölkerungszahl der Deutschen bald einholen werde.
Diese Äußerung setzt Sarrazin in Beziehung zu der berüchtigten Rede des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, der im Februar 2008 eine Assimilierung der Türken in Deutschland als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnete: „Das ist dieselbe Mentalität, die Erdogan dazu verleitet hat, diese Rede in der Kölnarena zu halten. Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.

USA:
„Kulturzentrum“ nahe Ground Zero
NY. Denn dort will Imam Feisal Abdul Rauf ein großes muslimisches „Kulturzentrum“ inklusive Moschee errichten, nur 230 Schritte entfernt von Ground Zero,
Genau dieser Ort wird angeblich zum Beten gebraucht.
Geert Wilder [NL]: („Amerika, New York und Scharia sind inkompatibel“) und warnt vor zuviel Religionsfreiheit („eine tolerante Gesellschaft ist keine selbstmörderische Gesellschaft“)
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Eine friedliche Lösung ist angesichts der Unvereinbarkeit christlicher mit islamischer Ideologien und unserer Rechtsstaatlichkeit mit der Scharia nicht denkbar.
Angesichts der Grösse dieses uns existenziell bedrohenden Problems, ist der Einsatz aller Mittel gerechtfertigt.
Und wenn unsere gutmenschen (eher 'dumm-menschen') noch so entrüstet sind.
Trojanische Pferde müssen enttarnt werden, denn nur so funktioniert ein sicheres System.
Wer (friedliche) Gewalt säht, wird (friedliche) Gewalt ernten.
Die Unterwanderung bzw. Destabilisierung eines Staates durch den Islam, mit Absicht der hohen Geburtenraten (Bsp.: Israel-Gaza), zur Verbreitung von Islamischen Werten, stellt eindeutig eine Bedrohung und Kriegserklärung dar, wenn sie in Hinterhöfen der Moslemischen Welt von Extremistischen Organisationen gelenkt, geplant und finanziert wird. Iran, Pakistan, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Lybien, Jemen, Türkei, Irak, Somalia, Afghanistan,... all diese Länder sind mit am planen der Globalisierung und das sollte die EU mit vorsicht geniesen. Wenn Turbokapitalisten Länder steuern und an die Wand fahren, nur des Geldes wegen, sollten diejenigen ausfindig gemacht werden, die diesen Crashkurs mit verantworten müssen. Nicht die Ausländer sind überwiegend Schuld an den Problemen, sondern die jenigen die daran Verdienen wollen, diejenigen die Macht ausüben und Interessen vertreten. Diese sollten abgewählt oder im extremsten Fall vernichtet werden, nur dann wird sich was ändern.

Fazit: Islam ohne Gewalt ist wie ein Omlett ohne Eier.

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w,w,w,.,n,a,n,o,-,t,e,c,h,n,o,.,d,e


Der Kommentar ist komplett ungekürzt und wurde auch sonst in keiner Weise von mir verändert! Meinungen dazu(ob Pro oder Contra) sind erwünscht. Verzichtet aber bitte darauf, im Kommentar-Bereich eine wilde Diskussion zu starten. Solange die Kommentare thematisch zu diesem Artikel passen und keine verbale Entgleisung aufweisen, werden sie freigeschaltet. Vielleicht nicht sofort, aber zeitnah.


Neulich war ich mal wieder mit der S-Bahn unterwegs. Als ich dann eine Person bettelnd durch den Zug laufen sah, kam mir ein Gedanke in den Kopf: "Warum muss diese Person um Geld für ein Ticket betteln?" Ok, ich gebe zu das ich kein Geld gegeben habe. Aus dem Grunde, weil ich selbst nur noch das Geld für den Fahrschein für die Rückfahrt einstecken hatte. Aber irgendwie hat mich dieser Gedanke den restlichen Tag nicht mehr so recht los gelassen.

Was sind denn S-Bahnen?
Sie sind Teil des sog. Öffentlichen Personen Nahverkehrs(ÖPNV). Dieser stellt die Alternative zum sog. Individualverkehr(Fahrrad, Auto, Motorrad) dar. Im Regionalisierungsgesetz vom Dezember 1993 ist definiert, was so ein ÖPNV an Rahmenaufgaben hat. In den einzelnen Bundesländern wird das ganze dann noch einmal genauer definiert. Laut diesem Regionalisierungsgesetz stellt der ÖPNV eine Art der Daseinvorsorge dar. Mit Daseinsvorsorge wird all das umschrieben, was der Staat für ein sinnvolles und menschliches Leben bereit stellen muss. Dazu zählt dann u.a. auch die Möglichkeit ohne zu große Umstände von A nach B zu gelangen. Der ÖPNV ist vorallem auch für Senioren und Familien gedacht. Mittlerweile steht auch der ökologische Aspekt mit im Vordergrund. Allerdings bewegt sich der ÖPNV nicht nur in Form von S-Bahnen auf der Schiene. Auch Busse, Tram und U-Bahnen sind Teil des ÖPNV. Taxen wiederrum nicht, da diese eine Mischform zwischen ÖPNV und Individualverkehr darstellen. Soviel erst einmal dazu, was der ÖPNV im Grunde ist.

Kommen wir einmal kurz zurück auf meinen Gedanken. Es stellt sich mir die Frage, warum Menschen für ein Ticket betteln müssen. Die Antwort, welche auf der Hand liegt, ist natürlich: "Weil der ÖPNV Geld kostet und damit die Geld verdienen, werden die Tickets verkauft." Eine weitere Antwort wäre: "Weil dieser Mensch kein Geld für das Ticket hat und deswegen betteln muss." Beide Antworten sind Richtig. Dennoch erklären sie nichts.

Warum kostet der ÖPNV?
Da wir hier, leider, in einem auf Kapitalismus basierenden System leben, gilt das Prinzip der Verwertungslogik. Vereinfacht lässt sich sagen "Was nichts kostet, das ist auch nichts!". In unseren Köpfen wird ein Preis mit Qualität in Verbindung gebracht. Wenn wir z.b. in einem Bekleidungsgeschäft die Wahl zwischen einem günstigen NoName-Pullover und einem teuren ESPRIT-Pullover haben, dann wählen viele den teuren ESPRIT-Pullover(sofern sie sich diesen Leisten können). Das die Qualität beim teuren Pullover schlechter sein könnte als beim günstigen ist dabei in erster Linie egal. Der Preis ist hoch, also muss auch die Qualität hoch sein. Im ÖPNV ist dieses Gedankenmuster ebenfalls vorhanden. Solange der ÖPNV Geld kostet, kann er ja Qualität erbringen. Die Züge sind dann pünktlich und immer top in Schuss. Der Hintergrund liegt darin, das wir ein Leistungsdenken haben. Wir denken "Solange die Lokführerin bezahlt wird, wird sie sich auch Mühe geben, den Zug pünktlich von A nach B zu fahren." Das die Zugführerin so gut wie keinen Einfluss auf die Fahrtzeiten hat, blenden wir auch schon aus. Aber wir verbinden die Bezahlung des Personals im ÖPNV direkt mit dem Preis, den wir für ein Ticket bezahlen. Und genau dabei liegt der Fehler. Denn der ÖPNV wird auch weiterhin etwas kosten, wenn wir zukünftig nicht mehr dafür bezahlen würden. Was viele nicht wissen: Der ÖPNV wird in fast allen Fällen mit öffentlichen Geldern unterstützt. Denn der Preis, welchen wir am Automaten zahlen, würde niemals ausreichen um eine Kostendeckung bei den Verkehrsbetrieben zu erreichen. Der Preis für das Ticket stellt somit eine Ergänzung zu den öffentliche Mitteln dar. Hinzu kommen dann noch so sachen wie Werbeeinnahmen. Schließlich ist so ein öffentliches Verkehrsmittel ein ziemlich guter Werbeplatz.

Wenden wir uns jetzt einmal den Verkehrsbetrieben selbst zu. In Berlin sind es die Berliner Verkehrsbetriebe(BVG), in Dortmund ist es die Dortmunder Stadtwerke AG(DSW21), in Frankfurt am Main die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH(VGF) und in München die Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH(MVV). Was fällt dabei als erstes auf? Richtig! Alle Verkehrsbetriebe, ausgenommen BVG, sind AGen bzw. GmbH's. Das heißt, das diese Verkehrsbetriebe nicht in öffentlicher Hand sind sondern privatisiert. Es handelt sich dabei um gewinnorientierte Unternehmen. Zwar sind diese Unternehmen per Veträge an die Städte(z.b. Dortmund) gebunden, aber das hält sie nicht davon ab, nach kapitalistischen Gesichtspunkte zu wirtschaften. Diese Gesichtspunkte sind klar definiert, denn es geht um Gewinn und das ist meistens viel Geld. Bleiben wir bei dem Beispiel Dortmund. Dort hat die DSW21 im Jahr 2008 einen Umsatz von 1,419 Mio. Euro erzielt. Es wurden dafür 145.030.000 Fahrgäste von A nach B gebracht. Die genannten 1,419 Mio. Euro sind übrigens der Reingewinn. Also der Gewinn, der übrig bleibt, wenn von den Einnahmen alle Ausgaben abgezogen wurden. Das bedeutet, das die DSW21 im Jahr 2008 1,419 Mio. Euro den Fahrtgästen aus der Tasche gezogen hat. Die Unterstützung aus öffentlichen Mitteln fand dennoch statt. Somit sind Verkehrsbetriebe ein mit öffentlichen Mitteln unterstützes Monopol. Das zeigt sich auch schon aus der Definition von "Monopol":
[...]2.marktbeherrschendes Unternehmen od. Unternehmensgruppe, die auf einem Markt als alleiniger Anbieter od. Nachfrager auftritt u. damit die Preise diktieren kann







Wenn wir uns dann die Situation bzgl. des ÖPNV angucken, wird schnell klar: Ja, es handelt sich definitiv um ein Monopol. Und diese Verkehrsbetriebe befinden sich, wie bereits erwähnt, mittlerweile fast ausschließlich in privater Hand. Städte und Länder geben als Begründung immer die Wirtschaftlichkeit oder andere scheinbare Vorteile an. Aber ist es denn wirklich ein Vorteil, wenn ein privates Unternehmen, das dem Regionalisierungsgesetz eigentlich nicht unterliegt, den ÖPNV beherrscht? Ist es denn wirklich ein Vorteil, wenn ein privates Unternehmen aufgrund seiner Monopolstellung die Preise so legen kann, wie es will? Ist das denn wirklich ein Vorteil?

Es kann gar kein Vorteil sein, wenn ein privates Monopol den ÖPNV beherrscht. Denn es liegt im öffentlichen Interesse, das Mensch von A nach B kommt und nicht im wirtschaftlichen. Wenn ich mit dem Zug fahre muss ich Mittags um 13:00 Uhr für eine 20-Minuten-Strecke 2,30 Euro bezahlen. Fahre ich exakt die selbe Strecke aber erst um 16:00 Uhr muss ich 2,40 Euro für das selbe Ticket bezahlen. Begründet wird dies durch "Tief- und Hochzeiten". Also in Zeiten, in denen mehr Menschen den ÖPNV nutzen(z.b. Berufsverkehr), kostet dieser 0,10 Euro mehr. Genau das ist eine der Grundlegenden Wirtschaftslogiken. Wenn mehr Menschen dein Angebot nutzen und du der einzige Anbietende bist, dann kannst du die Preise auch anheben. Die Menschen müssen ja trotzdem deinen Service kaufen. Aus diesem Grunde ist der ÖPNV eine Monopolwirtschaft und zeigt sich, wie alle kapitalistischen Unternehmen, von der wirtschaftlichsten Seite. Aber es geht auch anders.

Ein kostenfreier ÖPNV wäre nicht schlechter aufgestellt. Im Gegenteil! Ein kostenfreier ÖPNV in öffentlichen Händen wäre aus mehreren Gründen die bessere Alternative. So würden z.b. auch weniger rentable Strecken gefahren, es würden also tendenziell mehr Menschen eine bessere öffentliche Verkehrsanbindung haben und könnten öfter auf den Individualverkehr(Auto, Motorrad) verzichten. Das schont zum ersten die Umwelt und zum zweiten die Straßen(weniger Benutzung = weniger Schäden). Außerdem würde das auch geldfernen(=armen) Schichten ermöglichen, zu etwaigen Vorstellungsgesprächen o.ä. zu fahren. Zwar wüsste ich nicht warum das jemensch tun sollte, aber es meckern ja immer alle und sagen "Such dir 'nen Job". Der kostenfreie ÖPNV wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.


Es ist gar nicht so lange her, da habe ich mir vorgenommen diesen Artikel zu schreiben. Es ist gar nicht so lange her, da habe ich es erneut erlebt. Mittlerweile scheint es zu meinem Alltag geworden zu sein, mit dieser Thematik umzugehen. Anscheinend muss ich das auch. Anscheinend ist es in meinem sozialen Umfeld vollkommen normal, das diese Thematik gar keine Rolle spielt. Anscheinend gehen alle davon aus, das diese Thematik selbstverständlich sei. Das sie es jedoch nicht ist, zeigt sich nicht gerade selten. Eher häufig. Genauso wie z.b. die antisexistische Praxis. In der Theorie selbstverständlicher Teil einer linken Politik. In der Praxis oft nur unwichtige Nebenangelegenheit. Ebenso scheint es mit dem Thema "Respekt" zu geschehen.

Frage eine linke Person nach »Respekt«. Zwar kann ich hier nicht sagen, welche Antwort wahrscheinlich ist, aber die Antwort könnte dennoch überraschen. Es heißt immer »Solidarität« und zusammen kämpfen. Es heißt immer »Autorität« und »Hierarchie« abschaffen. »So etwas brauchen wir nicht!« Wenn das doch nur mit der Realität übereinstimmen würde. Nicht selten bekomme ich den Eindruck, das Worte wie »Respekt« und »Organisation« mit der selben Bedeutung unterfüttert werden wie die Worte »Autorität« und »Hierarchie«.

Innerhalb der politischen Gruppe, in der ich aktiv bin, bin ich einer der wenigen, der über ein Auto verfügt. Nicht selten fahre ich die Genoss_innen nach Aktionen, Parties, Plenas oder anderen Treffen bis vor die Haustür. Auch ist es nicht selten, das ich die Genoss_innen abhole oder beim Transport von größeren Gegenständen helfe. All das mache ich auch gerne, gar keine Frage. Wenn dann aber grundsätzlich davon ausgegangen wird, das ich die Genoss_innen abholen oder nach Hause fahren kann, wird es kritisch. Wenn nicht einmal gefragt wird, sondern einfach davon ausgegangen wird, das ich es mache. In solchen Situationen fühle ich mich dann nicht nur Instrumentalisiert, sondern auch Fremdbestimmt und nicht Respektiert. Die Genoss_innen bestimmen darüber, wann ich nach Hause komme und wieviel Zeit ich zu investieren habe. Wird es angesprochen, folgen lange Gesichter mit einem großen Fragezeichen, Unverständnis und die Frage »Warum?« bzw. »Was ist denn jetzt los?«.

Wenn wir auf einer Demo eine Bezugsgruppe sind, und zwei Genoss_innen stets die Richtung angeben und sagen »Wir müssen hier entlang!« oder einfach vor gehen, ohne zuvor etwas zu kommunizieren. Wird es angesprochen, heißt es dann »Jetzt sei mal nicht so Autoritär!«. Und wenn die Bezugsgruppe dann mitten im schwarzen Block steht und sich darüber streitet, mit dem Block zu ziehen, oder einen anderen Weg zu gehen. Anstatt zu sagen »Wir teilen uns und bleiben in Kontakt!« wird von Genoss_innen versucht, ihre Ansicht den anderen aufzuzwingen und ihren Weg durchzusetzen. Wird es angesprochen, heißt es dann »Darf ich meine Meinung etwa nicht mehr sagen?«

Wenn wir im Plenum sitzen und, wie immer, auf eine Redeliste verzichten. Dann sich einzelne Genoss_innen aber über den Grundkonsens »Ich lasse andere Aussprechen« hinwegsetzen und anderen Genoss_innen ins Wort fallen oder sie gar nicht erst zu Wort kommen lassen. Wird es angesprochen, heißt es dann »Oohh...Tut mir Leid das ich etwas dazu sagen wollte!«

All diese Beispiele dürften wohl den ein und anderen Menschen bekannt sein. Vielleicht erleben einige solche Situationen sogar alltäglich. Vielleicht fassen einige diese Beispiele unter Überbegriffe wie »Mackertum« oder »systemimmanente Kackscheiße«. Der Begriff, unter den ich all diese Situation fasse ist »Respekt«. Und damit meine ich nicht den »autoritären Respekt« der z.b. in hierarchischen Organisationen wie Polizei oder Bundeswehr herrscht. Hier spreche ich von einer Form von »Respekt« bei dem es einfach darum geht, das Individuum zu achten. »Respekt« wird viel zu oft nur in Verbindung mit genannten hierarchischen Organisationen betrachtet, um die Person, die ihn fordert, als »Autoritär« und »Hierarchisch« abzustempeln. Personen, die »Respekt« fordern, werden dann oft verspottet und lächerlich gemacht. Es wird dann immer darauf verwiesen, wie Antiautoritär die Plenumsstrukturen doch seien oder das die Gruppe doch so politisch fortschrittlich ist, das eine Redeliste nicht gebraucht wird. Nicht selten wird dann auf, vorallem, anarchistische Gruppierung verwiesen, dessen Plenumsstrukturen doch »total autoritär« seien. Grund für diese Annahme sei das nicht-chaotische Plenum jener Gruppierungen. Hierbei wird aber dann davon ausgegangen, das eine Redeleitung die Tagesordnung »durchpeitscht« um damit den Eindruck von produktivität zu erzeugen.

Meine Eltern brachten mir schon bei, ich solle Respekt vor anderen Menschen haben. Mit meiner politisierung veränderte sich das ganze insoweit, das ich den autoritären Respekt verlor. Also keinen Respekt mehr aufgrund von Uniform, Abzeichen oder Position hatte, sondern Respekt vor Menschen, weil sie etwas tun oder getan haben, dessen ich zustimmen kann. Vor Menschen an und für sich habe ich auch einen gewissen Grund-Respekt, welcher mich dazu führt, Menschen nicht zu verletzen oder in anderer Art und Weise verbal oder non-verbal anzugreifen. Dieser Grund-Respekt bildet, meines Erachtens, das Fundament einer jeden zwischenmenschlichen Beziehung. Sogar Polizeibeamt_innen bringe ich diesen Grund-Respekt entgegen. Dies gilt jedoch nur solange, wie die Polizeibeamt_innen sich nicht einmischen. Sobald sie beginnen, z.b. auf Demos, Menschen zu verhaften oder die Demo anhalten o.ä. ist dieser Grund-Respekt verwirkt was dann auch dazu führen kann, das ich Polizeibeamt_innen nicht mehr als Menschen, sondern als Gegenstände betrachte.

Im Allgemeinen mache ich etwas, von dem ich mir wünsche, das es auch viele andere machen würden: Ich lasse Menschen in Ruhe! Menschen sind frei geboren und sie haben auch das Recht frei zu bleiben.
Die Freiheit besteht in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten. - Albert Camus





So, bzw. so ähnlich, sehe ich die Sache mit der Freiheit. Denn für mich sind Freiheit und Respekt untrennbar vereint. Ich kann nicht frei sein, wenn es auch nur einen Menschen gibt, der mich bestimmt oder auch nur drängt. Auch kann ich nicht frei sein, wenn ich andere Menschen bestimme oder bedränge. Freiheit kann nur Kollektiv bestehen und ein solches Kollektiv kann nur bestehen, wenn die Menschen sich achten und respektieren.

Ein anderen Punkt, auf den ich noch getrennt eingehen möchte:
Zunächst muss ich hierzu sagen, das Eigentum eine Form von Diebstahl ist. Zu dieser Ansicht bin ich gelangt, weil Eigentum immer bedeutet, das eine Gruppe von Menschen oder Einzelpersonen über Dinge(Ressourcen, Produktionsmittel, etc. etc.) verfügen und andere eben nicht. Dadurch findet eine Trennung zwischen Menschen statt. Und das läuft einer klassenlosen, solidarischen Gemeinschaft zuwider. Das ganz kurz. Besitz hingegen ist etwas, das immer bestehen wird. In der systemimmanenten Rechtsprechung wird "Besitz" im Grunde als nicht kontinuierlich begriffen. Ein Mensch kann somit Besitzer_in von allem werden, was er/sie in Händen hält oder direkten Einfluss darauf nimmt bzw. nehmen kann. Dadurch findet keine Trennung von Menschen statt. Hierbei setzt ein Stück meiner Ideologie an. Um auf mein erstes Beispiel von oben zurückzugreifen: Ich besitze ein Auto, denn ich habe Zugriff auf die Schlüssel. Wenn andere Personen in meinem Auto mit fahren, bitte ich die Personen stets darum, im Auto nicht zu Essen oder Getränke(Wasser ausgenommen) zu konsumieren. Die Motivation hierbei liegt in der Pflege des Autos begründet. Wenn in meinem Auto z.b. Bier verschüttet wird, ist es ein großer Aufwand das Bier aus dem Sitzpolster oder den Boden zu entfernen. Der Geruch bleibt noch einige Zeit länger. Auch wenn z.b. Mayonnaise vom Sandwich o.ä. auf das Sitzpolster tropft, ist der Aufwand zur Reinigung ebenfalls nicht gering. In der Regel ist es so, das wenn ich diese Bitte ausspreche, zwar das Getränk oder das Essen weggepackt wird, es aber dann zu Unmutsäußerungen kommt wie z.b. das ich Autoritär sei. Dabei möchte ich lediglich Arbeit ersparen. Ob nun mir oder einer anderen Person. Auch bei anderen Besitztümern von mir, fordere ich einen gewissen Umgang. Um ein immer wiederkehrendes, kleinliches Beispiel zu nennen: Wenn ich z.b. auf einer Versammlung o.ä. bin und mein Mäppchen offen liegen lasse, so vertraue ich darauf, das andere mir entweder Bescheid sagen, das sie sich z.b. den Permanentmarker nehmen oder, wenn ich nicht in der Nähe bin, ihn nach gebrauch wieder zurück legen. Auch hierbei gilt für mich das Argument der Mehrarbeit. Es ist überhaupt kein Problem, das andere Menschen sich einen Permanentmarker aus meinem Besitz entnehmen. Das Problem liegt darin begründet, das der Permanentmarker in den meisten Fällen verloren geht, austrocknet da die Kappe offen gelassen wird oder anderweitig danach nicht mehr verwendbar ist. Wenn ich Personen auf diesen Sachverhalt anspreche, wird mir auch hier Autorität unterstellt und ich werde verspotten und lächerlich gemacht. In einem Fall wurde mir von einem Menschen(ich nannte ihn einst Genosse) mehrere sexistische Bilder auf meine Unterlagen gezeichnet. Andere Genoss_innen, welche dabei saßen, ließen ihn machen. Erst über einige Ecken konnte ich herausfinden, wer für diese »Bildchen« verantwortlich ist.

Es mag zwar sein, das der Ausspruch »Was nicht willst, das dir man tu, füg auch niemand andern zu!" nicht ganz stimmt. Aber es sollte immerhin der individuele Freiraum von Personen geachtet werden. Und wenn das eben Bedeutet, das ich gerne wissen möchte, wo die Utensilien, welche ich verwalte, geblieben sind und ich dafür sorgen möchte, das sie auch weiterhin von anderen Genoss_innen genutzt werden können, dann erwarte ich von allen Genoss_innen, das diese, meine individuele Freiheit, geachtet wird. Wenn dem nicht so ist, möchte ich bei Einzelpersonen sogar so weit gehen und sie als systemimmanente Marionetten bezeichnen, welche sich in ihrer konterrevolutionären Rolle gefallen und keinen Grund für eine verbesserung der Umstände sehen.

Kommentare und eigene Meinung zu oben beschriebenen Sachverhalt von anderen Personen interessiert mich sehr! Bitte tut Euch keinen Zwang an postet Kommentare.


Am kommenden Montag, 30.08.2010, erscheint das Buch »Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen« von Thilo Sarrazin. Kennt ihr Thilo Sarrazin? Richtig! Das ist dieser Mensch in der SPD und im Bundesbankvorstand, der vorallem 2009 mit seinen Äußerungen zu »Kopftuchmädchen« Aufmerksamkeit erhielt. Aufgrund dessen ermittelte bereits die Staatsanwaltschaft Berlin wegen Volksverhetzung gegen Sarrazin. Ergebnis: Die Ermittlungen wurden eingestellt, da weder »zum Hass oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen aufgerufen [wurde] noch die Menschenwürde dadurch angegriffen [wurde]«.

Nun soll, wie erwähnt, am 30. August Sarrazins Buch in den Handel kommen. Auf Amazon.de kann das "Werk" bereits vorbestellt werden. Versandfertig in ca. 1 - 3 Wochen ist es dort für lumpige 22,99€ zu haben. Auf 464 Seiten schildert Sarrazin wie es bis zum Jahr 2100 in Deutschland aussehen wird. Zumindest, wie es nach seiner kunterbraunen Phantasie aussehen muss, wenn die von ihm erlogenen Zahlen tatsächlich stimmen würden. So spricht er z.b. davon, im Jahre 2100 würde es nur noch »20 Millionen Deutsche« sowie »35 Millionen Muslime« in diesem Teil der Erde geben. Studien und andere wissenschaftlich belegte Fakten werden hierbei von Herr Dr. Sarrazin(Ja, der Waschlappen hat einen Dr.-Titel) einfach ignoriert.
Woher er seine Zahlen nimmt, ist dabei völlig schleierhaft. Denn nach neuesten Studien sind die Geburtenraten bei Migranten kaum höher als bei den Deutschen, weil die Anpassung an die Lebensverhältnisse in unserer Gesellschaft offenbar sehr schnell geschieht. - ZDF Blog







Zu dem scheint Thilo Sarrazin auch generell nicht so den Überblick zu haben. Laut Wikipedia hat Deutschland eine aktuelle Population von knapp 82 Millionen Menschen. Wenn wir von Sarrazins Zahlen für das Jahr 2100 ausgehen würden, so würde die Population dann nur noch knapp 55 Millionen Menschen zählen. Also einfach mal so 27 Millionen Menschen "verloren"? Schließlich nennt Sarrazin keine anderen Gruppen als »Muslime» und »Deutsche«. Zum Thema mit der Arbeit äußert sich Sarrazin übrigens auch in seinem tollen Buch. So schreibt er dort auch, dass die deutsche Wirtschaft auch langfristig auf Arbeitskräfte aus dem Ausland verzichten kann. Er schreibt, eine schrumpfende Population könne für die Wirtschaft keine Gefahr darstellen. Einen Beweis für seine These gibt es nicht.
Und zahlreiche Untersuchungen der EU, der UN, des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank belegen, dass die europäischen Staaten deutlich mehr Zuwanderung brauchen, damit in den Ländern genügend Menschen sind, die die Wirtschaft wettbewerbsfähig halten. - ZDF Blog


Seit den Äußerungen zu »Kopftuchmädchen« in der Lettre Internation(Ausgabe: LI 86) streben nicht wenige Mitglieder der SPD ein Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin an.
Der Berliner SPD-Ortsverband Alt-Pankow hat nach Informationen des RBB-Radiosenders 88,8 einen Antrag auf ein Parteiordnungsverfahren gegen Sarrazin mit dem Ziel des Ausschlusses aus der SPD gestellt. Der Antrag muss laut SPD-Satzung in Berlin nun von der zuständigen Kreisschiedskommission im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf behandelt werden. Dort ist Sarrazin auch nach seinem Abschied aus dem Senat und aus Berlin als Parteimitglied gemeldet. - news.de








Weiterhin fordert der Zentralrat der Jugeden »Sarrazin soll in die NPD eintreten« Sehr interessant, wie ich finde, ist auch, dass es bereits ein Gutachten über Sarrazin gibt, welches eindeutig belegt, dass seine Äußerungen rassistisch sind. Und zwar offenkundig und nicht unterschwellig. Dennoch: Ein Parteiausschluss aus der SPD fand noch nicht statt und das, obwohl in der SPD der Druck auf Sarrazin wächst sein »rotes Parteibuch zurückzugeben«, so die SPD Berlin.

Leider jedoch gibt es nicht nur Kritik am Buch von Thilo Sarrazin. Bei meiner Google-Suche fand ich auch einige positive Äußerungen über jenes Buch. So macht sich z.b. Utopia.de sorgen um das Aussterben der »Deutschen« und bezeichnet, dass es bereits »politisch inkorrekt« sei, »Sich um Deutschland als Land der Deutschen Sorgen zu machen«.
ich finde, viele Wahrheiten drin, kann man sich gar nicht davor verschließen... - Utopia.de über Sarrazin's Buch






Im Thiazi Forum fand ich diesen Post, wo auch Sätze wie »Den tuerkischen Mitarbeitern ist der Unmut darueber foermlich ins Gesicht geschrieben. Schon einmal der erste Pluspunkt fuer Sarrazin wie ich finde. Soll das selbstherrliche Pack sich ruhig mal etwas unwillkommen fuehlen.« fallen. Dann fand ich auch noch eine "Buchvorstellung" von »Heifi« auf Markt-Aktuell.de und dann auch noch einen Artikel über die Äußerungen von Sarrazin auf einem Blog namens eigentümlich frei. Dort wird gleich zu Beginn klar gemacht, dass Thilo Sarrazin eine »Wahrheit« ausgesprochen hätte.
Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin hat dem Kulturmagazin „Lettre International“ ein Interview gegeben. Die Gewerkschaft Verdi nennt seine Äußerungen „rechtsradikal“. In der SPD diskutiert man seinen Parteiausschluss. Seinen Job bei der Bundesbank wird er in Kürze verlieren. So ist das in Deutschland, wenn man die Wahrheit sagt. Eva Herman und Martin Hohmann waren nicht die ersten, Thilo Sarrazin wird nicht der letzte sein. - eigentümlich frei | ef-magazin.de


Pro-Deutschland meldet sich auch zu Wort. Denn der dortige Partei-Vorsitzende Manfred Rouhs hat Thilo Sarrazin aufgrund seines Buches den Vorsitz angeboten. Er wolle, im Falle Sarrazins Beitritt, sofort eine Bundesversammlung einberufen und von seinem Posten zurücktretten mit Vorschlag von Thilo Sarrazin als Nachfolger. Und die NPD bezeichnet jenes Buch als »NPD-Werk«. (Quelle: NPD-Blog.info)

Übrigens: Gegen Thilo Sarrazin wurde wieder Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet, nachdem er bei einer öffentlichen Rede im Juni in Darmstadt sagte, »Deutschland werde durch Zuwanderer "durchschnittlich dümmer".«

Meine Meinung zu diesem "Ding"?
Das Verbrennen von Bücher steht, bekannterweise, in einer sehr schlechten Tradition. Aber vielleicht könnte das Buch von Sarrazin ja auch als Wurfgeschoss gegen Sarrazin dienen. Schließlich hat das mit den Schuhen auf George W. Bush auch schon, mehr oder minder, funktioniert. Aber ansonsten kann Mensch auch sehr viel mit diesem Wisch, das sich "Buch" schimpft, anfangen. So taugt es bestimmt als Zielobjekt für Schützenvereine oder um damit die Nazis am 04. September 2010 in Dortmund abzuwerfen. Lesen sollte Mensch es jedenfalls nicht. Und schon gar nicht kaufen!

Weitere, im Text nicht verarbeitete Quellen:
Berliner Morgenpost - SPD-Linke fordert erneut Sarrazins Austritt
Berliner Morgenpost - Thilo Sarrazin provoziert auf 464 Buchseiten
Deutschlandradio Kultur - "Das ist in meinen Augen eindeutig rassistisch"(Interview)
sueddeutsche.de - "Eindeutig rassistisch"
das islamische Portal - Gutachten stuft Thilo Sarrazins Äußerungen als eindeutig rassistisch ein


Habt ihr das schon gelesen, was der Tagesspiegel zum Thema »Extremismus« aktuell verzappt hat?

Es fängt ja schon allein damit an, das der Tagesspiegel den brandenburgischen Verfassungsschutz erwähnt. So wie sich dieser Artikel liest, basiert das ganze auch auf diesem »Bericht«. Fangen wir aber doch mal ganz oben an. Die Überschrift lautet:
Rechte und linke schwarze Blöcke werden immer ähnlicher


Nun, dort kann mensch noch sagen: »Die blöden Nasen klaun uns den Style!« Aber dann geht es ja auch noch weiter. Die Einführung in den Artikel spricht schon von »Hassgebaren« die sich immer weiter annähern und das der Verfassungsschutz zu diesem Ergebnis gekommen sei. Denn schließlich hat er den »Schwarzen Block« auf beiden Seiten zutiefst und eingehend analysiert, die Vielschichtigkeit in ihrer Gesamtheit vollkommen erfasst und ausgewertet. Die straf hierarchische und authoritäre Organisation wurde in einem Organigramm durch die VerfassungsschützerInnen übersichtlich und anschaulich gestaltet. Es ist durch die Analyse klar ersichtlich geworden, das linke wie rechte »schwarze Blöcke« stehts einer winzigen Gruppen von »Führern«, jedoch nie »Führerinnen«, hinter her rennen und immer genau das tun, was diese »Führer« mit einem kleinen Handzeichen befehligen.

»Beide Ideologien vereint die Bereitschaft, den Staat abzulehnen, dafür Gewalt einzusetzen und Opfer in Kauf zu nehmen«, sagte Staatssekretär Rudolf Zeeb


Wie scharfsinnig der Herr Zeeb doch ist. Er appeliert an Eltern frühzeitig zu intervenieren wenn ihre Kinder in den »Extremismus« abdriften. Aha, aha! Dann sollte er aber auch an die Eltern appelieren, ihren Kindern bei zu bringen nicht alles in einen Topf zu werfen. Schließlich lernt mensch ja schon in der Schule im Matheunterricht, das Äpfel und Birnen nicht miteinander addiert werden können da sonst das Ergebnis nicht schlüssig und somit wertlos wird. Das sowas dann aber in der Politik nur all zu gerne gemacht wird, zeigt das betreffende Personen wohl in Mathe nicht immer aufgepasst haben. Vorallem frage ich mich, welche Opfer der Herr Zeeb gemeint hat, welche die »Autonomen« in Kauf nehmen würden. Steht das irgendwo?

Der Habitus, also das verhalten, der beiden »schwarzen Blöcke« wird angeglichen. Zumindest haben die VerfassungsschützerInnen Augen im Kopf um zu sehen, das die Nasen auf Demos jetzt auch in schwarz rumrennen. Dennoch sind sie auf dem rechten Auge nach wie vor blind. Ein »schwarzer Block« von Linken jagt keine ReporterInnen durch die Straßen oder greift Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe o.ä. an. Ein linker »schwarzer Block« trägt keine Transparente auf denen der Holocaust geleugnet wird, auf denen deutschen TäterInnen zu Opfern verdreht werden oder auf denen die Kriegsschuld Deutschlands geleugnet wird. Ein rechter »schwarzer Block« hingegen macht all das. Das einzige, was der Verfassungsschutz einem linken »schwarzen Block« vorwerfen kann ist, das pyrotechnische Gegenstände gezündet werden und die Fahnenstange 10cm länger als erlaubt ist.

Autonome Nationalisten wirken schon fast wie Sekte


Naja, die Autonomen Nationalisten wirken ja nicht fast wie eine Sekte. Vielmehr sind sie eine Sekte. Die Definition laut meinem tollen Frendwörterbuch ist folgende:
Sek|te die; -, -n : [...] 2.(meist abwertend) kleinere Gemeinschaft, die in meist radikaler, einseitiger Weise bestimmte Ideologien vertritt, die nicht den ethischen Grundwerten der Gesellschaft entsprechen

Also wenn das mal nicht auf Autonome Nationalisten zutrifft, dann weiß ich auch nicht.

Im letzten Absatz dieses vorallem gut recherchierten und wahrheitsgetreuen Artikels geht es um die Aktionsform der »Rebel Clowns Army«. Dabei handelt es sich um böse LinksextremistInnen die sich als Clowns verkleidet auf den Demos rumtreiben. Im Artikel steht dazu folgendes:
Hinter lustigen Masken werde die Polizei so lange provoziert, bis es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt. Die Autonomen wollten auf perfide Weise Bilder provozieren, die vor allem Kinder erschrecken: „Die fragen dann ihre Eltern, was die Polizei mit dem blutenden Clown gemacht hat“, sagte der Experte.








Na endlich haben die das mal verstanden. Die Clowns sind eine geheime Eskalationstruppe die dafür sorgt, das die rechtschaffenden PolizeibeamtInnen in ihren 30cm dicken Schutzrüstungen so viel Angst bekommen, das sie losschlagen und die bösen Linksextremen verprügeln. Damit ist natürlich das Ziel erreicht, das Kinder zuhause beim Tagesschau oder SpiegelTV gucken die Eltern fragen, was denn die Polizei mit den Clowns gemacht hat. Diese Bilder führen dann natürlich auch dazu, das die kleinen beeinflusbaren Kinder anfangen, die Polizei doof zu finden. Schon klar! Packen Sie mir das restlichen Lachen bitte zum mitnehmen ein.

Zuletzt wird dann noch auf die »Punk«-Band »Blutiger Osten« und ihr Song »Hasstirade« eingegangen. Die Band kommt aus Brandeburg an der Havel. Bei dem genannten Lied und diesen netten Ausschnitten wie »ich hasse Kinderficker wie die Pest« oder »ich scheiße auf die Toleranten, die feige Meute« sind teil eines Liedes, das sich gegen so ziemlich alles richtet. Außerdem bewegt sich die Band in einem Teil der »Punk«-Szene, in der sich auch die Band »Oberste Heeresleitung(OHL)«(Wiki) bewegt. Das will an und für sich jetzt nichts heißen. Aber es lässt zumindest Rückschlüsse darauf zu, warum dieses Lied »Hasstirade« so klingt wie es klingt. »Punk« mag zwar in so ziemlich allen Fällen gegen Nazis sein. Das heißt allerdings dann noch nicht, das »Punk« expliziet »links« einzuordnen ist.

Soviel von meinem Senf zu diesem Artikel! Mir bleibt abschließend auch nur noch zu sagen:

Lieber Tagesspiegel,
lieber brandenburgischer Verfassungsschutz,
lieber Herr Jansen(Autor des Artikels),

nicht immer so viel Müll von sich geben. Mensch könnte sich daran noch verschlucken. Lieber mal recherchieren. Google.de ist da meist schon ein ganz guter Anfang.

Mit besten Grüßen,
Freikæmpfer


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