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Freikæmpfer

 
Dieser Post ist noch weniger Strukturiert als sonst irgendeiner meiner Posts. Die Rechtschreibung ist sowas von grottig und der Inhalt ist wild mit viel Hass zusammengeschrieben. Also das beim Lesen berücksichtigen, wenn hier und/oder dort ein Schnitzer drin ist.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht... Mir jedenfalls geht die Situation in der ich hier leben muss zunehmend gegen den Strich. Seit meiner geburt lebe ich im einzugsgebiet dieses kranken Gedankens names "Deutschland". Anfangs war es nur so Gefühl. Ein Gefühl das ich mich hier nicht so sehr wohlfühlte. Mit der Zeit kam dann die Erkenntnis dass das nicht "nur" was mit "Deutschland" zu tun hat sondern mit Staaten allgemein. "Wo der Staat beginnt, hört das Individuum auf!" oder so ähnlich hat es Bakunin ausgedrückt. Und wenn momentan raus in die Welt gucke. In die virtuelle genauso wie in die reale, dann sehe ich eine Zeit der Veränderung.

In Großbritannien und Italien gehen die Studierenden auf die Straße und kämpfen gegen Studiengebühren und für bessere Unis. In Italien neulich sogar gegen Berlusconi. In Griechenland gehen die Leute auf die Straße, führen Generalstreiks durch und legen das Land komplett lahm. In Österreich, England und in Rom sind Unis und andere Bildungseinrichtungen besetzt. In London wurde das Finanzministerium aufgebrochen und gestürmt. Prinz Charles und seine Gattin Camilla wurden im herzen Londons attackiert. In Italien legten zehntausende Studierende durch Besetzungen von Verkehrsknotenpunkten und Bahnhöfen das Land so gut wie lahm. In Frankreich sind unzählige Menschen gegen die Erhöhung des Rentenalters auf die Straße gegangen. Das Land wurde in eine Benzinknappheit gestürzt. In Deutschland gehen Menschen vorallem gegen den Castor bzw. die Atomkraft, gegen Stuttgart21 und gegen das Sparpaket auf die Straße. Aktuell wird der Castor-Transport nach Lubmin massiv behindert. Die Polizei zeigt sich nach mehreren Berichten von z.b. Robin-Wood und der TAZ erneut von ihrer "besten" Seite.

Und was machen die Regierungen von Italien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Griechenland? "Ach ja, das ist ja alles nicht so schlimm. Lasst uns mal schön gegen die Menschen Politik machen. Alle dabei? Ja? Sehr fein!" Als Berlusconi anfang dieser Woche im Regierungsamt bestätigt wurde und deswegen zehntausende sich mit der Polizei geboxt haben und Rom einfach mal so gut wie angezündet haben, sagt der doch einfach: "Ach, das sind nur alles faule Studenten und Autonome. Die echten Studenten sitzen zu Hause und lernen." Wie Mensch so ein dummes Arschloch nur wählen kann ist mir einfach unbegreiflich. Aber hey... wir leben ja in einer Demokratie in der wir die Wahl haben und wenn die Mehrheit nun einmal Berlusconi haben will dann müssen wir das akzeptieren. Oder in Deutschland! Hier ist es ja keineswegs besser. Westerwalle als Außenminister...pff...Habt ihr das Kommentar von Hemut Schmidt, ehemaliger Bundespräsident, zu Westerwelle gesehen? Er wurde gefragt was er denn von unserem lieben Außenminister hält. Schmidt konterte nur mit entsetzen und fragte die Moderatorin "Darauf erwarten Sie doch nicht wirklich eine Antwort?!" Tja, das sagt ja wohl mal wieder alles. Oder jüngst der JugendMedienschutzStaatsVertrag der ja jetzt augenscheinlich am Landtag von NRW gescheitert ist. Hallo, gehts noch? Allein so einen Dreck zur Abstimmung zu stellen ist ja schon eine einzige Frechheit. Oder der Schlichterspruch zu Stuttgart21...was soll der ganze Dreck? "Ja, S21 darf nur gebaut werden wenn dies und jenes verbessert wird." Als ich das auf Phoenix sah, wollte ich kaum meinen Ohren trauen. Und Geißler lässt sich dafür jetzt auch noch feiern. Stuttgart21 mag vor 15 Jahren irgendwie toll gewesen sein, was weiß ich. Aber heute wo es gebaut wird, da wollen es die Leute nicht. Und wenn die Leute, für die es am Ende ja eigentlich vielleicht irgendwie gebaut wird, das nicht haben wollen, dann wird sowas nicht gebaut. Punkt! Ende! Aus! Und wenn Grube, die alte Kackwurst, sagt "Ja, das ist doch alles demokratisch Legitimiert" dann hat der Typ nicht wirklich kapiert, was Demokratie ist. Demokratie heißt nämlich mitentscheidung und nicht das Entscheidungen von oben diktiert und von den Polizei-Marionett_innen durchgeprügelt wird. Das heißt nämlich Diktatur! Aber ich will hier auch gar nicht "die Demokratie" predigen. Wenn ich nur daran denke, wie das mit der Demokratie am Anfang in Griechenland aussah. Die Bürger_innen durften wählen, aber Sklav_innen hatten die Fresse zu halten. Und heute scheint mir das kaum anders zu sein. Nur das die Sklav_innen nicht mehr wissen, das sie Sklav_innen sind. Wie heißt es doch so schön? "Wer sich nicht bewegt, spürt auch die Fesseln nicht"? Nun, ich bewege mich gelegentlich und spüre sie recht deutlich.

Ja, ich weiß dass das Betreten vom Rasen noch immer verboten ist und das du ein gültiges Ticket brauchst, um mit dem Zug fahren zu dürfen. Aber...warum ist das so? Weil "die da oben" das sagen? Oder weil "wir hier unten" das einfach akzeptieren? "Die Deutschen" sind halt einfach träge oder so höre ich gerne mal. Hm...und wann bin ich "deutsch"? Weil ich da son komisches Stück Müll in der Tasche oder sonst wo habe wo mein Name, meine Adresse, mein Geburtsdatum und ein Foto von mir drauf ist und da steht, ich gehöre zum Personal der Bundesrepublik Deutschland? Oder bin ich etwa "deutsch" wenn ich einfach nur innerhalb dieser willkürlich gezogenen Grenzen lebe? Weil ich hier geboren wurde und meine Eltern besagtes Stück Müll besitzen? Oder bin ich "deutsch" weil ich diese Sprache spreche die ich nun einmal spreche? Bin ich dann auch "englisch" wenn ich Englisch spreche? Oder etwa PHP wenn ich PHP schreibe? Woran erkenne ich "was ich bin"? Nun, an einem komischen Stück Altpapier oder an dem Ort, wo ich geboren wurde sicher nicht. Ich mag zwar so einen "Personalausweis" haben, die Person auf dem Foto mag auch so aussehen wie ich, aber ob ich das wirklich bin, bezweifle ich nur all zu oft.

Im Internet begann erst vor zwei Wochen der "CyberWar". WikiLeaks-Gründer Julian Assange wurde wegen Vergewaltigungsvorwürfen verhaftet, kurz nach dem er erneut geheime US-Dokumente ins Netz stellte und für alle zugänglich machte. Damit hat er die Diplomatishen Beziehungen zwischen den USA und so ziemlich jedem anderen Land aufgeheizt. Was darin stand, zumindest betreffend der deutschen Regierung, hat die wenigsten Überrascht. Zumindest das, was Spiegel und Co. davon berichteten. (Um das kurz klar zu stellen: Sollte es wirklich so sein, das Assange ein Vergewaltiger ist, dann muss er bestraft werden.) Die Anonymous-Bewegung hat nach der Abschaltung einiger WikiLeaks-Domains und nachdem einige Unternehmen(Amazon.com, MasterCard, PayPal, VISA, PostFinance bla..) die Verträge mit WikiLeaks gekündigt hatten, zu Rache-Attacken auf diese Unternehmen aufgerufen. Und tausende machten mit und legten für viele Stunden die Homepages der Unternehmen lahm. Bei Amazon.com schafften sie es leider nicht, dafür aber bei einigen europäischen Amazon-Pages wie z.b. Amazon.de. Diese distributed denial-of-service(DDoS) Attacken waren Teil der Operation: Payback. Mittlerweile sind einige Nachfolger aufgetaucht. Die Operation: Leakspin z.b. befasst sich mit dem Sammeln, auswerten und massenhaften verteilen der veröffentlichten Daten. Die Operation: BlackFace ist eine Art online Demo bei der ab Samstag(0:00uhr) alle Beteiligten auf all ihren SocialMedia-Accounts ein schwarzes Avatar hochladen sollen. Bei der Operation: Paperstorm geht es demnächst ein wenig realer zu. Hier wird dazu aufgerufen Flyer und/oder ausgedruckte Dokumente massenhaft zu verteilen, zu plakatieren oder sonst wie in die reale Welt zu bringen. Längst geht es im "CyberWar" nicht mehr darum, WikiLeaks zu unterstützen. Es geht viel mehr darum, die Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung überall auf der Welt zu erhalten und zu verteidigen. Ich meine, sogar Putin hat den Westen dazu aufgefordert, demokratischer zu sein. Unter anderem meinte er "Wenn Demokratie, dann aber richtig".

Wisst ihr, ich habe einfach keine Lust mehr auf diese ganze Scheiße! In Stuttgart hat die Polizei ende September auf alles eingeprügelt was sich bewegt hat. Anfang November hat die Polizei im Wendland auf alles eingeprügelt, was zu nah an den Gleisen war. Momentan prügelt die Polizei in Lubmin auf alles ein, was der Castor-Strecke zu nah kommt. Das dabei die Grundrechte, auf die ja dieses "Deutschland" aufgebaut ist, vollkommen missachtet werden, interessiert die Polizei herzlich wenig. Warum denn auch? Die Schweine und Säue von Polizei sind doch anonym. Wenn sie weder Name noch Dienstnummer rausrücken wollen, dann machen sie es einfach nicht. Und sollte doch mal eine Anzeige kommen, dann heißt es "Du du, das will ich nicht noch mal sehen" und dann können die wieder heim gehen. Wenn eine linke Demo von einer zugekoksten Polizei-Prügel-Brigade niedergedroschen und dutzende Menschen für Wochen ins Krankenhaus geprügelt werden, dann ist das vollkommen okay. Dann freut sich die Polizei! Wenn aber auch nur ein einziger Polizist oder eine einzige Polizistin von einem Demonstranten/einer Demonstrantin den Nagel eingerißen bekommt, dann schreit die GdP nach härteren Strafen für Widerstandshandlungen oder Körperverletzungen gegen Polizeibeamt_innen. Wir leben hier doch wirklich in einer verkehrten Welt.

Leute, ich habe keine Lust mehr. Mit jedem Tag an dem da draußen Menschen von diesem oder irgendeinem anderen Staat abgeschoben, misshandelt, belogen, betrogen, in Armut gehalten, zum Krüppel gemacht, Mundtot gemacht oder anders wie zum Tode verurteilt werden steigt in mir der Hass auf dieses System, diesen Staat, diese verdammte Kackscheiße! Faschist_innen, Sexist_innen, Kapitalist_innen, Antisemit_innen, Islamhasser_innen, Polizist_innen, Politiker_innen in irgendwelchen Bundes-/Land-/Kreistagen, Lobbyist_innen, Militarist_innen, ihr alle geht mir verdammt auf die Nerven! Und irgendwann kommt der Tag, da bin ich nicht mehr allein! Hoffentlich kommt dieser Tag bald...


INFORMATIONSAUSGABE - STRASSENVERKEHRSAMT - JUNI 2010

In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Verkehrsministerium ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren.

Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen -unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts Überholen- Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Diese Fahnen werden an der Autotür befestigt und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer von Weitem zu identifizieren.

Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen.

Bitte an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten, so dass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen.

Mit freundlichem Gruß

STRASSENVERKEHRSAMT


Vergangene Nacht habe ich mich mal wieder voller Eifer hingesetzt und mir eine Halterung für eine Wasserflasche gebastelt. Mit Nadel und Faden habe ich einstige Tragegurte miteinander vernäht und so eine kleine Halterung gebastelt, die genau auf meine Demo-Wasserflasche zugeschnitten ist. Das ganze ist so konzipiert, dass die Flasche beim Rennen, Springen und/oder Fallen nicht aus der Halterung fällt aber dennoch leicht und schnell aus der Halterung zu holen ist. Die Flasche ist ganz praktisch, da sie so ein Mundstück am Kopf hat, mit dem ich das Wasser nicht einfach nur ausgießen kann, sondern auch etwas Druck mit einbringen kann. Natürlich nicht genug, um irgendwem weh zu tun. Augen ausspülen will mit vorsicht gemacht werden!

Neben der Halterung für die Wasserflasche habe ich mir auch eine Halterung für ein Erste-Hilfe-Set gebastelt. Wieder aus einstigen Tragegurten gefertigt mit hilfe von Nadel und Faden. Auch hier habe ich darauf geachtet, dass die Erste-Hilfe-Tasche sicher sitzt. Deswegen habe ich mit dem senkrechten Gurt auch die breite Seite der Tasche geteilt, weil so ein verutschen des Gurtes verhindert wird und die Tasche nicht nach unten rausfallen kann. Der waagerechte Gurt ist im oberen Drittel der Erste-Hilfe-Tasche angebracht, um eben die größere Masse in der Halterung zu haben.

Eine kleine Übersicht des Inhaltes der Erste-Hilfe-Tasche. Die Koffein-Tabletten sind übrigens nicht als Möchtegern-Aufputschmittel gedacht sondern lediglich für Menschen, die ihren Kaffee verpasst haben. Denn die Tabletten haben ungefähr genauso viel Koffein enthalten wie eine gute Tasse schwarzer Kaffee. 0,2g Koffein pro Tablette!

Neben diesen beiden Dingen habe ich meistens noch ein kleines Fernglas und eine 1-Liter-Feldflasche an meinem Gürtel. Öfter jedoch einfach einen Rucksack. ^^ Also wenn ihr irgendwann mal jemanden mit solchen Teilen am Gürtel seht, könnt ihr ihn ja mit »Hallo Freikæmpfer« grüßen. ;-)

See Yaa! 8-)


Eigentlich sollte der vergangene Abend von einem produktiven Plenum ausgefüllt werden. Die Tagesordnung(TO) war auch prall gefüllt mit wichtigen Punkten wie z.b. "1.Mai", "Selbstverständnis" oder "Aktion". Es waren diesmal auch außergewöhnlich viele GenossInnen anwesend. Aber naja, es hätte eben nur ein produktives Plenum sein können. Hätte! Hat aber nicht. Stattdessen kamen wir lediglich zum zweiten TO-Punkt, 1.Mai. Wir haben geklärt, wo etwas für uns interessantes am 1.Mai läuft und als wir dann darüber sprachen, wie wir da am besten hin- und wieder wegkommen, ging alles in die Hose. Ein Genosse missachtete zwar schon den gesamten Abend die Redeliste, wurde nun aber zunehmend penetranter in seinen zwischenrufen und seiner Lautstärke. Und warum? Weil er unbedingt einen Reisebus organisieren wollten. Wir befanden uns im Plenum allerdings in einer Pattsituation. Denn es gab insgesamt drei Vorschläge um an den Ort des geschehens zu kommen. 1. Auto, 2. Zug, 3. Reisebus. Jede Möglichkeit hatte die selbe Anzahl Für-Stimmen! Das war jedoch nur der Aufhänger für das, was noch passierte. Der Genosse beharte darauf, mit einem Reisebus zu fahren und Argumentierte das es für ihn keinerlei Problem sei, einen Reisebus mit Menschen zu füllen. Und das es auch Reibungslos funktioniert wenn er den Reisebus autorithär organisieren würde. Da eine Genossin zu dieser Uhrzeit schon gehen musste, schlossen sich ihr andere GenossInnen spontan an, so das wir am Ende nur noch zu viert da saßen. Nachdem wir uns dann ca. 30 Minuten noch mit dem Genossen mehr oder minder stritten und es auch immer lauter wurde, sind wir raus gegangen. Wir wollten keinen Streß bekommen! Nicht noch mehr, als eh schon herrschte. Also gingen wir ein paar Straßen weiter und ins Feld. Bis wir dort angekommen waren, hatte sich der Streit schon auf ein komplett anderes Thema begeben. Es war nicht mehr die Rede von einem Reisebus sondern davon, das doch eh alles Scheiße ist und wir, soviel wir auch tun, nichts dagegen das System ausrichten können. Der Genosse, übrigens war er leicht betrunken, hatte einen "klassischen" Absturz. Er ist länger politisch Aktiv als ich bewusst politisch Denke. Auch von Berufswegen hat er den ganzen Tag mit Politik zu tun. Von daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis er ausbrennt.

Aufgrund dieses, ich nenne es mal, Anfalls ist mir (mal wieder) die Frage in den Kopf gekommen "Was machst du da eigentlich?" Auf diese Frage werde und kann ich jetzt keine Antwort geben. Und zwar weil ich ganz genau weiß, das ich morgen, wenn ich das hier nochmal lese oder mir diese Frage wieder stelle, eine andere Antwort auf diese Frage haben werde. Denn ich weiß nicht, was morgen kommt. Vielleicht habe ich morgen ein so positives Erlebnis, das ich ein Gefühl bekomme, das mich nur weiter in meinem politischen Engagement bestärkt. Oder vielleicht habe ich morgen auch so einen Absturz. In beiden Fälle beantworte ich die Frage anders als ich es jetzt tun würde.

Eins will ich jedenfalls mit diesem Blogpost sagen:
Jede Person, welche politisch Aktiv ist, sollte bzw. muss sich von Zeit zu Zeit die Frage stellen "Was machst du da eigentlich?" So denke zumindest ich! Die Reflektion des eigenen Engagement ist, mE, ein Teil von linker Politik. Noch dazu festigt es die eigene politische Meinung und bestärkt weiteres Engagement. Die Frage nach dem Warum sollte immer Teil von Meinungsbildung sein und vorallem auch bei der Diskussion oder Vorbereitung einer jeden Aktion bedacht werden.

Auch wenn der Teil, in dem ich den Genossen und seinen Anfall beschrieb, ein wenig lang geraten ist, hoffe ich dennoch das jedeR versteht, was ich meine. Wir haben jedenfalls alle restlichen TO-Punkte auf das nächste Plenum verlegt. Genauso wie die Fragestellung, mit welchem Verkehrsmittel wir nun am 1.Mai fahren wollen.

So viel von mir... Good Night!

P.S.: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten! Sie sind kollektiviert.


Es ist ein paar Tage her, genau genommen sind es exakt 212 Tage, als ich meinen vergangenen Blogpost geschrieben habe. Und der bestand auch nur aus einem Video und ein paar Wörtern sowie einem Link. Nun, seit September 2009 hat sich bei mir einiges getan. Mittlerweile habe ich meine Ausbildung beendet und bin momentan Arbeitssuchend. Dennoch ist mir nicht langweilig. Ganz im Gegenteil! Jetzt habe ich mehr zu tun denn je. Denn ich engagiere mich in der Politik überall dort, wo es mir möglich ist. Ob das was bringt? Das ist die Frage, die es zu beantworten gilt! Und diese Frage stelle ich mir selbst oft genug. =P

See Yaa! 8-)



Nachtrag:
Mittlerweile bin ich auch bei Twitter vertreten. ;-) Follow Me!


Seit Mitte August ist nun ein Freund bei mir eingezogen. Somit ist das hier eine kleine WG. Zwar muss ich ihm noch zeigen, das er nicht die ganze Bude umzukrempeln hat, aber das passt schon. Jedenfalls hat er einen WLAN-Router mitgebracht und aus irgendwelchen Gründen funktioniert an seinem Laptop(auch ein Asus Eee PC 4G) kein LAN. Keine Ahnung warum! Er hat Windows XP auf dem Eee PC und ich schiebe die Schuld einfach mal dem Betriebssystem zu. =P Als ich neulich den WLAN-Router einrichten wollte, scheiterte ich bereits beim Login. Mein Mitbewohner meinte, er müsste mal suchen, ob er das Passwort noch irgendwo aufgeschrieben hatte. Ein paar Tage darauf meinte er, er hat es nicht mehr. Also suchte ich ein wenig(halt bei gelegenheit) im Internet, wie man den Login am besten umgehen kann. Jetzt hatte ich die Möglichkeit gefunden, den Router auf Werkseinstellungen und somit auf das Passwort '0000' zurückzusetzen. Gelesen - Getan! Habe jetzt den Router erfolgreich eingerichtet und alles funktioniert wie es soll. Das WLAN ist gut veschlüsselt und trägt den einschlägigen Namen 'Revolution'. =P Erschien mir irgendwie passend. Jedenfalls ist das der erste Router den ich jemals eingerichtet habe. Ja, ich weiß! Das ist jetzt nichts, wo ich sagen kann ich bin voll der Pro... Aber trotzdem freu ich mich das es so wunderbar funktioniert hat. ^^ Jetzt kann ich, theoretisch, mit meinem Eee PC('Ezri' ;-) ) online gehen wenn ich z.b. auf dem Klo bin. XD Oder in der Küche, ohne ein lästiges LAN-Kabel zu verlegen.

Außerdem:

Heute morgen rief mich meine Mutter an. So gegen 10:00 Uhr oder so. Auf einmal fuhr sie mich an, was das denn von mir sollte, auf einer Demonstration Steine auf Polizisten geworfen zu haben und deswegen nur ganz knapp dem Gefängniss entgangen zu sein. Zuerst einmal musste ich meiner Mutter erklären, das es gar nicht so war. Denn bei dem, was sie meinte, ging es nicht darum das ich Steine geworfen hätte. Hab ich ja auch nicht, aber ich hatte bei meiner Festnahme Widerstand geleistet und deswegen wurde mir vom Gericht ein Bußgeld in Höhe von 500€ aufgebrummt. Zu spenden an den Deutschen Kinderschutzbund e.V. Und dann musste ich meiner Mutter auch noch erklären, das in diesem Land Wahlen nicht wirklich was bringen und das man Nazis blockieren muss und das man aufstehen muss, wenn man was ändern will. Und vorallem: Das die Polizei kein Unschuldslamm ist! Zum Glück wohne ich ja schon länger nicht mehr zuhause. Denn auf so eine lästige Diskussion habe ich echt keine Lust. Da habe ich doch besseres zu tun.

Abschließend:

War heute mit meiner Freundin auch in der Großstadt. Und was sehe ich da?! Einen CDU-Wahlkampfstand. :-D Ach, war das spannend! Hab zusammen mit meiner Freundin da ein bischen rumgelungert und hab mir 'Info-Material' mitgenommen. Faszinierend finde ich ja die Arroganz der CDU. Auf deren Wahlkampfprogrammheft steht gar nicht 'Wahlkampfprogramm' drauf. Da steht direkt 'Regierungsprogramm 2009-2013' drauf. Finde ich ja doch schon ziemlich arrogant. ^^ Außerdem steht in diesem Heft drinne, das dieses 'Regierungsprogramm' nur vom Bundesvorstand der CDU sowie dem Parteivorstand der CSU in kooperation entstanden ist. Also nichts mit Parteitag und dann Abstimmung. So kennt man ja die CDU/CSU... Antidemokratisch bis in die Basis. Im Wahlkampfprogramm von Bündnis 90/Die Grünen, welche einige dutzend Meter weiter auch einen Stand hatten, stand wenigstens drin, das dieses Bundestagswahlprogramm auf der 30. Ordentlichen Bundesdelegiertenkonferenz vom 8. bis 10. Mai 2009 in Berlin entstand. Allerdings ist der "Green New Deal", mit dem die Grünen werben, nicht auf Öko-Papier gedruckt. :-D Zumindest fanden sich keine Hinweise auf Öko. Interessant! DIE Öko-Partei schlechthin sein wollen aber dann kein Öko-Papier nutzen. Schlimm! ^^ Habe mich dann auch kurz mit einer von den Grünen unterhalten. Ok, ich habe mir deren Position zum Thema "Krieg" angehört. Im Endeffekt kann man zusammenfassend sagen: Die Grünen sehen Krieg als ein Nice-to-Have, um an Ressourcen zu kommen oder unliebsame Situationen zu ändern, wenn Reden nicht reicht. Und sie sind gegen den Abzug der Bundeswehr aus Afgahnistan, da es ja schade wäre, das Erreichte einfach fallen zu lassen. Mit diesem Statement war mir klar: "Wer Grün wählt, wird sich Schwarz ärgern!" Naja, zu guter letzt habe ich dann noch einen FDP-Stand gesucht und gefunden. War ziemlich schwer, denn die FDP ist anscheinend pleite. Nur zwei Sonnenschirme die zusammen geklappt waren, ein lächerlicher Stehtisch aber wenigstens Helium-Luftballons. Die braucht jede Partei. Das ist DAS Give-Away überhaupt. Macht ja auch Werbung. Jedenfalls fragte ich den einen FDP-Mensch nach dem Wahlprogramm und da drückte er mir doch, fröhlich grinsend, einen stappel weißes DIN A4 Papier in die Hand. Zusammengeheftet, Schwarz/Weiß. Boah, muss die FDP pleite sein. Das ganze Teil ist auch noch schief kopiert. Aber dann habe ich noch einen hochglanz Flyer vom Direktkandidaten bekommen.

Aber ich seh es kommen: Große Koalition - Schwarz & Gelb. Tja, denn wenn Wahlen etwas verändern würden, dann währen sie schließlich verboten. Aber dennoch werde ich am 27. September meine Stimme abgeben. Und an wen? An die einzige Partei die Wählbar ist, auch wenn mir Lafontaine unsympathisch und Gysi auch langsam zu doof ist. Ich wähle DIE LINKE. Als einzige Möglichkeit, den "großen" Parteien ein bischen die Suppe zu versalzen.

In dem Sinne: See Yaa!


Da war ich doch neulich erst auf dem Christopher Street Day, welcher bei mir in der Umgebung statt fand. War zusammen mit ein paar Freunden dort und ich muss sagen: Suuppeerr!! =D Hab mich richtig gut amüsiert. Da war eine richtig gute Stimmung. Besser als auf so manch anderer Party oder Festival was ich so mit erleben konnte. Nun ist es ja so, das ich nicht homosexuell bin aber solchen Menschen gegenüber eine Akzeptanz habe. Und ich habe mich dort auch richtig wohl gefühlt. Weiß auch nicht, warum. Aber es war einfach ein tolles Gefühl! =) Und ich fand jetzt auch gar nicht, das die TeilnehmerInnen irgendwie komisch, anders oder sonstwie aussahen. Ok, klar! Da waren auch Leute dabei, wo ich auch schon zwei mal hingeguckt habe, weil sie irgendwie nach Klischee aussahen. Aber hey, die Leute sind stolz darauf und das finde ich klasse. Meine Freunde und ich wurden auch gar nicht komisch angeguckt, angemacht oder sonst etwas. Es war im Endeffekt eine super Party. Und ich denke, das ich auch nächsten mal hingehen werde. =)

Christopher Street Day - Artikel auf Wikipedia


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