Die Welle

Freikæmpfer

 
Unser Land! Unsere Zeit! Das heutige Deutschland.
Rainer Wenger, Gymnasiallehrer, wollte in der Projektwoche zum Thema "Staatsformen" eigentlich den Anarchismus behandeln. Jedoch wird ihm das Thema Autokratie überlassen. In der ersten Schulstunde steht die Frage im Raum "Ist im heutigen Deutschland eine Diktatur überhaupt noch möglich?". Um den Schülern die Entstehung einer Diktatur verständlich zu machen, startet er einen Versuch. Ein Experiment, das unvorhergesehene Folgen nach sich zieht.

Zunächst beginnt es mit der Klärung, was für eine Diktatur nötig wäre. Begriffe wie "Disziplin" und "Gemeinschaft" stehen schnell im Mittelpunkt. Die Schüler werden von einer Welle der Begeisterung gepackt und entwickeln schnell eigene Ideen. Es wird eine Homepage eingerichtet, ein MySpace-Profil aufgebaut und es werden Uniformen und ein interner Gruß ausgedacht. Innerhalb von nur drei Tagen ist "Die Welle" bereits eine Bewegung. Die Schüler fangen an, Andersdenkende und Gegner auszuschließen und zu drangsalieren. Eine der Mitschülerinnen, Caro, weigert sich, die Uniform zu tragen. Deswegen wird sie aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und verliert größtenteils den Kontakt zu ihrem Freund, der sich bereits in die Gemeinschaft integriert hat.

Schließlich eskaliert die Situation. Bei einem Wasserballturnier werden die Anhänger der "Welle" handgreiflich und der Lehrer, Herr Wenger, beschließt, den Versuch abzubrechen. Jedoch zu spät. Das Experiment ist längst außer Kontrolle geraten und bahnt sich seinen eigenen Weg.

Meiner Meinung nach ist dieser Film erste klasse. Er zeigt, was heute alles noch möglich ist. Er zeigt, wer sich dazu hinreißen lässt, mitzumachen und wer sich dagegen stellt. Weiterhin zeigt er auch, wie einfach es doch sein kann, eine Diktatur zu erzeugen und Menschen dazu hinzureißen. Mehr kann ich zu diesem Film eigentlich auch nicht sagen, da ich ihn einfach nur Klasse finde und er ist auch sehr gut gemacht. Es ist zwar eine deutsche Produktion, aber auf höchstem internationalem Niveau. Sobalt "Die Welle" auf DVD erhältlich ist, werde ich mir diesen Film auf jedenfall kaufen.
Allerdings wäre dieser Film nichts für 12 jährige. Er ist zwar Freigegeben ab 12 Jahren, aber er kann dennoch eine recht beeinflussende Wirkung haben. Und Personen, die noch relativ leicht beeinflussbar sind, könnten diesen Film auch falsch verstehen. Deswegen finde ich, das "Die Welle" eher ab 16 Jahren geeignet wäre.

Originaltitel: Welle, Die
Genre: Drama
Filmlänge: 107 Minuten
FSK: ab 12 Jahren(ab 6 Jahren in Begleitung eines Personensorgeberechtigten)
Startdatum: 13.03.2008
Produktion: Deutschland 2008
Verleih: Constantin Film AG
Regie: Dennis Gansel
Produzent: Nina Maag
Darsteller: Jürgen Vogel, Frederick Lau, Max Riemelt, Jennifer Ulrich, Christiane Paul, ...
Buch: Dennis Gansel, Peter Thorwarth



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Weblog: CyberPunk
Aufgenommen: Apr 08, 23:36

Kommentare
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Hei. x3
Ich finde auch, dass "Die Welle" ein sehr gelungener Film ist. Er ist sehr einleuchtend und realistisch (ruht ja auch auf wahrer Begebenheit). Außerdem auch sehr interessant, spannend und bewegend. Vor allem das Ende finde ich schlimm.
Allerdings finde ich auch, dass sich 12jährige und vorallem keine 6jährigen (!!) in Begleitung eines Berechtigten diesen Film anschauen dürfe. Okay, ich bin auch nicht soo viel älter, aber trotzdem ist der Film ziemlich hart und realistisch und vielleicht nicht für jeden Menschen geeigent..

Alles in allem: Ein wirklich sehr guter Film und ein schöner Blog über ihn. =D
Nana (Antwort) am Mittwoch, 11. Juni 2008

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